Auf der Parkinsel in Ludwigshafen hat die Kinderjury für den „Goldenen Nils 2026“ ihre Arbeit aufgenommen. Zwei Jungen und drei Mädchen im Alter von zehn bis zwölf Jahren entscheiden in diesem Jahr, welcher Kinderfilm beim Festival des deutschen Films ausgezeichnet wird. Die fünf Jurymitglieder kommen aus Ludwigshafen, Landau, Speyer, Neustadt und Rhodt unter Rietburg.

Der Preis für den besten Kinderfilm wird von der RHEINPFALZ und dem Festival des deutschen Films gemeinsam vergeben. Das Besondere: Nicht Erwachsene aus der Filmbranche, sondern Kinder aus der Zielgruppe des Programms übernehmen die Juryarbeit. Sie treffen sich mehrfach während des Festivals, schauen die Wettbewerbsbeiträge an und stimmen am Ende in einem geheimen Verfahren ab.

Sechs Filme für junge Zuschauer

Insgesamt stehen in diesem Jahr sechs Filme auf dem Kinderprogramm. Fünf davon wurden in Deutschland produziert. Hinzu kommt der niederländische Gastbeitrag „Tommy Tom und der verschwundene Teddybär“, der außer Konkurrenz läuft.

Die fünf Wettbewerbsfilme sind „Aisha und das verlorene Buch“, „Marys magische Reise“, „Koschka“, „Das Geheimnis der gestohlenen Maske“ und „Checker Tobi – Die heimliche Herrscherin der Erde“. Das Programm umfasst Animationsfilme, Spielfilme und einen quasi-dokumentarischen Beitrag. Die Filme sind für Kinder ab vier, sechs, acht oder zehn Jahren empfohlen.

Unter der Woche gibt es die Vorstellungen um 10 Uhr für Schulklassen und Kita-Gruppen. Am Wochenende richten sich die Kinozelte an Familien. Kinderfilm-Kurator Rolf-Rüdiger Hamacher sagte, ihm sei eine Vielfalt beim Alter ebenso wichtig wie bei den Genres. Außerdem habe er darauf geachtet, „dass nicht nur Jungen die Helden sind in den Filmen, sondern auch mal die Mädels“.

Entscheidung fällt im September

Die Jurymitglieder haben am vergangenen Wochenende bereits die ersten drei Filme gemeinsam gesehen. Am Samstag treffen sie sich erneut, um die letzten beiden Wettbewerbsbeiträge anzuschauen. Danach entscheiden die fünf Jungen und Mädchen in geheimer Abstimmung über den „Goldenen Nils 2026“.

Das Ergebnis bleibt bis zur Preisverleihung geheim. Sie findet am Sonntag, 6. September, um 13 Uhr auf der Parkinsel statt. Dann soll auch der echte Nils Nager, das Festivalmaskottchen, zur Auszeichnung kommen.

Für die Jury gibt es außerdem die Gelegenheit, direkt mit Filmschaffenden ins Gespräch zu kommen. Am kommenden Wochenende wird Bernd Sahling, Drehbuchautor und Regisseur des Films „Koschka“, in Ludwigshafen erwartet. Die Kinderjury dürfte dabei Gelegenheit haben, den Gast ausführlich zu seinem Film zu befragen.

Das Festival des deutschen Films findet in diesem Spätsommer zum 22. Mal auf der Ludwigshafener Parkinsel statt. Es zieht nach Angaben der Quelle regelmäßig mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher an. Als Gründe gelten neben der Atmosphäre der Parkinsel auch die direkten Begegnungen mit Schauspielerinnen und Schauspielern, Regisseurinnen und Regisseuren sowie weiteren an einem Film beteiligten Personen.