Ein Gefahrstoffaustritt hat am 5. Oktober einen rund 14 Stunden dauernden Feuerwehreinsatz im Ludwigshafener Gewerbegebiet Nachtweide ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Feuerwehr bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt.

Die Feuerwehr Ludwigshafen war um 12:29 Uhr zu dem Speditionsbetrieb alarmiert worden. In der Gefahrstoffhalle war ein IBC-Behälter mit einer flüssigen gefährlichen Substanz umgestürzt. Der gesamte Inhalt lief aus und breitete sich im Bereich der Lagerhalle aus. In der Halle befanden sich außerdem zahlreiche weitere IBC-Behälter.

Halle zunächst vollständig geräumt

Wegen der Gefahrenlage räumten die Einsatzkräfte die Halle zunächst vollständig und sicherten den betroffenen Bereich. Erst danach konnte der beschädigte Behälter geborgen werden. Zum Aufnehmen der ausgelaufenen Flüssigkeit setzte die Feuerwehr ein spezielles Bindemittel ein, das von der BASF zur Verfügung gestellt wurde. Anschließend nahm eine Reinigungsfirma den Gefahrstoff mit einem Spezialfahrzeug auf.

Die Einsatzkräfte arbeiteten wegen der Eigenschaften des Stoffes unter Chemikalienschutzanzügen. Die notwendigen Schutzmaßnahmen und die anschließende aufwendige Dekontamination verlängerten den Einsatz über mehrere Stunden.

Regelmäßige Messungen ohne auffällige Werte

Während des gesamten Einsatzes wurden der betroffene Betrieb und das umliegende Gebiet regelmäßig messtechnisch kontrolliert. Dabei stellten die Einsatzkräfte keine erhöhten Messwerte fest. Die Feuerwehr teilte mit, dass weder eine Gefahr für die Bevölkerung noch für die Umwelt bestanden habe. Personen wurden nicht verletzt.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Ludwigshafen mit 15 Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften sowie die Freiwillige Feuerwehr Ludwigshafen-Oppau mit zwei Fahrzeugen und sieben Kräften. Aus Frankenthal kamen vier Fahrzeuge und 15 Einsatzkräfte hinzu.

Zusätzlich waren der Katastrophenschutz Ludwigshafen mit seiner Verpflegungseinheit, ein Rettungsmittel, der Rettungsdienst mit einem Fahrzeug, die Polizei sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt vor Ort. Die BASF-Werkfeuerwehr unterstützte die Maßnahmen mit zwei Fahrzeugen und fünf Kollegen.

Weitere Einsätze im Stadtgebiet nicht verbunden

Nach Abschluss aller erforderlichen Arbeiten konnte der Einsatz nach etwa 14 Stunden beendet werden. Zeitgleich rückten Feuerwehren im Stadtgebiet zu weiteren Einsätzen aus. Dazu gehörten mehrere ausgelöste Brandmeldeanlagen und Rauchwarnmelder in Wohnhäusern.

Diese Einsätze standen laut Feuerwehr nicht im Zusammenhang mit dem Gefahrstoffaustritt. Sie wurden von den Freiwilligen Feuerwehren Maudach und Ruchheim abgearbeitet.