Nach der Messerattacke im Friedenspark in Ludwigshafen sitzen drei weitere Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und die Kriminalpolizei Ludwigshafen ermittelten im Zusammenhang mit dem Angriff insgesamt vier weitere Männer. Gegen drei von ihnen wurden Haftbefehle vollzogen.
Die Tat ereignete sich am frühen Freitagmorgen, dem 7. August 2026. Ein 29-Jähriger war nach Angaben der Ermittler in eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe geraten. Dabei erlitt er mehrere Stich- und Schnittverletzungen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nach derzeitigem Stand nicht.
Als die Polizei am Tatort im Friedenspark eintraf, waren die beteiligten Männer bereits geflohen. Bereits am 8. August wurde ein 25-jähriger Verdächtiger wegen des versuchten Tötungsdelikts festgenommen. Gegen ihn ordnete ein Haftrichter Untersuchungshaft an.
Drei weitere Männer kommen in Haft
Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen identifizierten die Behörden vier weitere Tatverdächtige. Gegen drei Männer im Alter von 21, 25 und 30 Jahren ergingen am 1. September 2026 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehle. Ihnen wird ein dringender Tatverdacht wegen eines versuchten Tötungsdelikts vorgeworfen.
Der 21-Jährige wurde am 2. September von Polizeikräften festgenommen und am folgenden Tag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl in Vollzug. Anschließend kam der Mann in eine Justizvollzugsanstalt.
Der weitere 25-Jährige befand sich bereits wegen einer Ersatzfreiheitsstrafe wegen Diebstahls in einer Justizvollzugsanstalt. Auch er wurde am 3. September dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl wurde vollzogen, der Mann blieb in Haft.
Den 30-Jährigen nahmen Polizeikräfte am 4. September in Ludwigshafen fest. Noch am selben Tag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Auch in diesem Fall setzte der Richter den Haftbefehl in Vollzug; der Verdächtige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Ermittlungen zu Motiv und Hintergründen laufen weiter
Darüber hinaus ermittelten die Behörden einen weiteren 21-Jährigen, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll. Ein dringender Tatverdacht wegen eines versuchten Tötungsdelikts ließ sich gegen ihn jedoch nicht begründen. Die Staatsanwaltschaft beantragte deshalb keinen Untersuchungshaftbefehl.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankenthal und der Kriminalpolizei Ludwigshafen zu den Hintergründen der Tat und zum Motiv dauern an. Bei der früheren Durchsuchung der Wohnung des zuerst festgenommenen 25-Jährigen waren laut Polizei kleinere Mengen verschiedener Betäubungsmittel, eine geladene Schreckschusspistole, knapp 1.700 Euro Bargeld und Utensilien zum Handel mit Betäubungsmitteln gefunden worden. Gegen diesen Mann war daraufhin neben dem dringenden Tatverdacht des versuchten Totschlags auch der Vorwurf des unerlaubten bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln erhoben worden.