Der Pfalzbau wird ab Herbst 2026 erneut zum Treffpunkt der internationalen darstellenden Künste: Bei den Festspielen stehen vom 9. Oktober bis zum 20. Dezember Tanz, Theater und Lesungen auf dem Programm. Insgesamt sind mehr als 80 Aufführungen geplant. Einige Veranstaltungen sind laut Veranstalter bereits nahezu ausverkauft.
Zwei Weltpremieren zum Auftakt
Eröffnet werden die Festspiele mit „See you Sunday“ der GöteborgsOperans Danskompani. Die Aufführung ist zugleich eine Weltpremiere. Zur Eröffnung werden Ministerpräsident Gordon Schnieder, Oberbürgermeister Klaus Blettner und eine Vertreterin der Schwedischen Botschaft in Berlin erwartet.
Als zweite Weltpremiere ist „The Rain Maiden“ des Danza Contemporanea de Cuba angekündigt. Intendant Tilman Gersch spricht mit Blick auf das Programm von „richtige[n] Blockbustern“ im Pfalzbau. Die beiden internationalen Premieren sollen nach seinen Angaben auch die Bedeutung des Ludwigshafener Hauses in der Kunst- und Kulturszene unterstreichen.
„Wir arbeiten weiter daran, diesen Standort für die Kunst und die darstellenden Künste sehr wichtig zu machen und international bedeutsam. Unsere Erfolge sprechen auch dafür, dass wir Weltpremieren hierher holen können. Das ist in der Kunst etwas Bedeutendes, dass sich Kunstgruppen entscheiden, hier eine Premiere zu machen und zu sagen: Ludwigshafen ist ein Ort, da ist es es wert. Wir werden gut behandelt, gut versorgt. Hier gibt es ein tolles Publikum. Daran arbeiten wir. Um den Stellenwert der Kunst und Kultur in Ludwigshafen voranzubringen“, erklärte Intendant Tilman Gersch.
Ballettklassiker und Produktionen aus Ludwigshafen
Zum Programm gehören außerdem zwei Aufführungen des Teatro dell’Opera di Roma. Das traditionsreiche Haus zeigt den Ballettklassiker „Giselle“.
Die Pfalzbau Bühnen präsentieren mit „Der Drache“ und „Prinzessinnendramen“ zudem zwei eigene Produktionen. In „Prinzessinnendramen“ übernimmt Josephine Thiesen die Hauptrolle. Sie soll außerdem bald im Film „Cry to Heaven“ neben Colin Firth, Julianne Moore, Nicholas Hoult und Adele zu sehen sein.
Lesungen und Gespräche im Festspielprogramm
Neben Tanz- und Theateraufführungen sind Lesungen und Gespräche vorgesehen. Die Zeit-Journalistin Jana Simon spricht mit Carolin Emcke und Joschka Fischer. Außerdem liest Katharina Thalbach Günter Grass’ Klassiker „Die Blechtrommel“. Thalbach war bereits in der Verfilmung des Buches aus dem Jahr 1979 zu sehen.
Das vollständige Programm mit Terminen und weiteren Informationen ist laut Quelle auf der offiziellen Internetseite des Theaters im Pfalzbau abrufbar. Wer eine der bereits stark nachgefragten Vorstellungen besuchen möchte, sollte die Verfügbarkeit der Karten frühzeitig prüfen.