Für Margerete gehört das Festival des Deutschen Films inzwischen fest zu ihrem Kulturjahr: Die 76-Jährige aus Oggersheim war in diesem Jahr bereits sechsmal bei der Veranstaltung in Ludwigshafen. So oft habe sie die Zeltstadt noch nie besucht. Begeistert ist sie vor allem von der Atmosphäre und dem reibungslosen Ablauf.

„Erstaunlich schnell“ durch Kasse und Verpflegung

Auf ihrem Nachhauseweg läuft Margerete die geschwungene Schneckennudelbrücke hinunter. Kurz hält sie an einer Bank an, richtet ihren Rucksack und geht anschließend weiter zur Bushaltestelle. Dabei spricht sie über ihre Erfahrungen beim Filmfestival.

„Zum Beispiel die Kasse, das geht erstaunlich schnell. Auch um Essen und Trinken anstehen, geht erstaunlich schnell“

Die Organisation überzeugt sie besonders. Das Festival habe nach ihrer Einschätzung auch den Ablauf für das große Publikum gut im Griff: In diesem Jahr kamen laut dem Bericht mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher.

Begeisterung für das Festival – Kritik am Kinoangebot

So sehr Margerete die Veranstaltung schätzt, so deutlich benennt sie auch einen Mangel in Ludwigshafen. Ihrer Ansicht nach fehlen der Stadt abseits des Festivals Kinos. Gerade deshalb bietet ihr die temporäre Zeltstadt einen besonderen Ort für Film, Begegnung und Atmosphäre.

Für die Oggersheimerin bleibt das Festival damit mehr als ein einzelner Kinobesuch. Sechs Besuche in diesem Jahr zeigen, wie stark sie das Angebot annimmt. Gleichzeitig macht ihre Kritik sichtbar, dass die Veranstaltung für sie nicht vollständig ersetzt, was sie im dauerhaften Kulturangebot der Stadt vermisst.