Auf der Ludwigshafener Parkinsel erreicht das Festival des deutschen Films am Samstagabend seinen entscheidenden Moment: Bei der Gala werden die besten Filme ausgezeichnet. Die Jury hält die Namen der Preisträger bis zur Preisverleihung geheim. Im Wettbewerb um den Filmkunstpreis stehen 13 Produktionen.

Das Festival läuft seit dem 19. August und hat in diesem Jahr insgesamt 68 Filmproduktionen gezeigt. Für die Besucherinnen und Besucher gehören mehrere Filmzelte und ein Open-Air-Kino am Rhein zum Angebot. Die Preisverleihung bildet damit den Höhepunkt des Wochenendes, beendet das Festival aber noch nicht.

13 Produktionen im Wettbewerb

Zu den Anwärtern auf den Preis für den besten Film des Festivals 2026 gehört der Spielfilm Dann passiert das Leben aus dem Jahr 2025. In den Hauptrollen sind Anke Engelke und Ulrich Tukur zu sehen. Ebenfalls im Wettbewerb ist die Komödie Extrawurst mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst.

Weitere genannte Filme sind Ein Münchner im Himmel mit Momo Beier und Maximilian Brückner sowie Ein fast perfekter Antrag mit Iris Berben und Heiner Lauterbach. Welche der nominierten Produktionen die Jury am Ende auszeichnet, bleibt bis zur Gala offen.

Der Filmkunstpreis wird in drei Kategorien vergeben. Ausgezeichnet werden der beste deutsche Film oder Fernsehfilm, die beste Regie und das beste Drehbuch. Damit werden sowohl eine Gesamtproduktion als auch zentrale Leistungen hinter der Kamera berücksichtigt.

Publikum entscheidet über den Rheingold-Preis

Neben der Jury vergibt auch das Festivalpublikum eine Auszeichnung. Für den Rheingold Publikumspreis stehen 50 Produktionen zur Wahl. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bestimmen ihren Favoriten per Stimmzettel.

Zu den Filmen in diesem Publikumswettbewerb zählt der SWR-Tatort aus Ludwigshafen Explosive Mischung mit Ulrike Folkerts und Lisa Bitter. Die Abstimmung des Publikums läuft dabei unabhängig von der Juryentscheidung über den Filmkunstpreis. Während die Jury drei Kategorien bewertet, geht es beim Rheingold-Preis um den beliebtesten Film der Zuschauer.

Mehrere Auszeichnungen bereits vergeben

Ein Teil der Ehrungen ist bereits entschieden. Annette Frier erhielt beim Festival den Preis für Schauspielkunst. Auch Christian Berkel und Christian Redl wurden mit diesem Festivalpreis ausgezeichnet.

Der Ludwigshafener Ehrenpreis ging an den deutschen Regisseur Volker Schlöndorff. Der 87-Jährige erhielt die Auszeichnung am Freitag. Nach Angaben des Südwestrundfunks würdigte das Festival damit seine Leistung als Filmemacher.

Auch auf dem roten Teppich waren in diesem Jahr wieder zahlreiche bekannte Namen des deutschen Films vertreten. Als Jurorin wirkte unter anderem die Schauspielerin Margarita Broich mit. Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin ist einem breiten Publikum vor allem als Tatort-Kommissarin Anna Jannecke bekannt und hat nach Angaben des SWR zunächst Fotografie studiert.

Festival endet erst am Sonntag

Für das Publikum ist mit der Gala am Samstagabend noch nicht Schluss. Am Sonntag können Besucherinnen und Besucher auf der Parkinsel den ganzen Tag weitere Filme sehen. Außerdem wird an diesem letzten Festivaltag der Preis für den besten Kinderfilm verliehen.

Das Finale in Ludwigshafen umfasst damit mehrere Entscheidungen: Die Jury vergibt den Filmkunstpreis in drei Kategorien, die Zuschauer stimmen über ihren Favoriten ab, und am Sonntag folgt die Auszeichnung für den besten Kinderfilm.

Festival mit weiteren Höhepunkten

Das Festival ist nach Angaben des SWR in seiner 22. Ausgabe gestartet. Zur Eröffnung wurden rund 130.000 Gäste erwartet. Zum Programm gehörte außerdem die Weltpremiere von Nichtsnutze, dem Langfilm-Debüt des gebürtigen Weinheimer Regisseurs Sedat Aslan. Der Film beschäftigt sich mit dem Erwachsenwerden in Heidelberg.