Der Tod des Chihuahuas „Lucky“ nach einem Polizeieinsatz in Ludwigshafen-Gartenstadt wirft weiterhin Fragen auf. Anwohner fordern Aufklärung; zunächst ist damit die Polizei selbst betraut.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich die Polizei bei der Kontrolle korrekt verhalten hat. Nach Einschätzung von Professor Doktor Jens Bülte liegen dafür bislang jedoch noch zu wenige Informationen über den vollständigen Ablauf vor.

Was bislang bekannt ist

Der Einsatz führte zum Tod des Hundes „Lucky“. Welche konkreten Schritte während der Kontrolle erfolgten und wie es zu dem tödlichen Ausgang kam, geht aus den bisher vorliegenden Informationen nicht ausreichend hervor.

„Wir wissen noch viel zu wenig.“

Das sagt Jens Bülte, Jura-Professor an der Universität Mannheim. Dort hat er den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht inne. Seine Einschätzung bezieht sich auf die derzeitige Informationslage und erlaubt noch keine abschließende Bewertung des Polizeihandelns.

Weitere Aufklärung steht aus

Damit bleibt offen, ob die Kontrolle in der Gartenstadt rechtmäßig und angemessen ablief. Eine abschließende Beurteilung ist laut Bülte erst möglich, wenn der gesamte Ablauf des Polizeieinsatzes geklärt ist. Die weiteren Informationen und die Aufklärung durch die Polizei sind deshalb entscheidend für die Bewertung des Falls.