Das extreme Niedrigwasser im Rhein legt mehrere Fährverbindungen in der Region lahm. Die Fähren in Neuburg und Leimersheim im Kreis Germersheim fahren derzeit nicht mehr. Zwischen Altrip und Mannheim bleibt der Pendelverkehr dagegen bestehen: Die neue Fähre Alma ist weiterhin unterwegs und verbindet damit auch das Ludwigshafener Umland mit Mannheim.

Stand 7. August 2026, 17:48 Uhr, gehört die Verbindung zu den wenigen Möglichkeiten, den Rhein an dieser Stelle noch mit einer Fähre zu überqueren. Besonders für Berufspendler ist das relevant. Die Kurt-Schumacher-Brücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen ist gesperrt, auf den Ausweichstrecken kommt es deshalb zu viel Stau. Würde auch die Fähre ausfallen, könnte sich der Heimweg laut dem Bericht um etwa eine Stunde verlängern.

Die Fähre ist für Niedrigwasser gebaut

Die Alma wurde erst im Oktober 2025 in Betrieb genommen und gezielt für niedrige Wasserstände angeschafft. Das 400 Tonnen schwere Schiff liegt nach Angaben des Fährführers Nico Chevalier wie ein Luftkissen auf dem Wasser. Es benötigt demnach lediglich eine Wassertiefe von 40 bis 50 Zentimetern, um fahren zu können.

Grund für den geringen Tiefgang sind Elektromotoren und vier Jetpumpen. Anders als bei herkömmlichen Schiffen ragen keine Schiffsschrauben unter dem Rumpf hervor. Dadurch kann die Fähre auch bei einem deutlich niedrigeren Rheinpegel weiter eingesetzt werden. Bis zu 34 Autos passen an Bord. Im Berufsverkehr ist die Fähre laut SWR häufig voll; auch viele Fahrräder werden transportiert.

Anleger sind derzeit die größte Herausforderung

Das Problem ist nach Einschätzung von Chevalier momentan nicht der Wasserstand unter der Fähre, sondern die Anleger. Wegen des Niedrigwassers musste am Anleger auf der Altriper Seite gebaggert werden. Seitdem sei das Anlegen dort problemlos möglich. Der Anleger auf der Mannheimer Seite wurde dagegen bereits auf das Maximum heruntergelassen. Viel zusätzlicher Spielraum bleibe damit nicht.

„Ich bin guter Dinge, dass wir noch weiterfahren können.“

Mit diesem Satz zeigt sich Fährführer Nico Chevalier im SWR-Bericht dennoch optimistisch. Pendlerinnen und Pendler sowie das Bordpersonal hoffen, dass die Verbindung auch in den kommenden Tagen und Wochen bestehen bleibt. Wasserstand und Wettervorhersage werden deshalb aufmerksam verfolgt.

Die Situation bleibt zugleich Teil einer größeren Niedrigwasserlage am Rhein. In Mannheim liegen laut dem Bericht bereits Schiffe fest. Wie lange die Fähre Alma zwischen Altrip und Mannheim weiterfahren kann, hängt insbesondere von der Entwicklung des Rheinpegels und den Bedingungen an den Anlegern ab.