Für die Eulen Ludwigshafen ist der Samstagabend in Dresden doppelt bitter geendet. Die Mannschaft von Trainer Michael Haaß unterlag dem Tabellenführer HC Elbflorenz 2006 am 17. Oktober 2026 mit 28:38 (13:18). Überschattet wurde die deutliche Niederlage von der Verletzung des 22-jährigen Friedrich Schmitt, der bereits in der Anfangsphase vom Feld musste. Wie schwer die Verletzung ist und wie lange der Rückraumspieler ausfallen könnte, war nach der Partie noch offen.

In der Ballsport Arena Dresden verfolgten 1.804 Zuschauer die Begegnung. Die Eulen erwischten zunächst einen ordentlichen Start: Schon in der ersten Minute gingen die Ludwigshafener mit 1:0 in Führung. Nach zehn Minuten lagen sie mit 6:5 vorn, und auch nach 26 Minuten war die Partie beim Stand von 13:13 völlig ausgeglichen.

Schmitt verletzt sich bei der Landung

Für Friedrich Schmitt war das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits beendet. Der Torjäger hatte in der sechsten Minute zum 3:3 getroffen, knickte aber bei der anschließenden Landung um. Die Situation setzte dem jungen Spieler sichtbar zu. Er musste das Spielfeld verlassen und konnte nicht mehr eingreifen.

Trainer Michael Haaß stellte die sportliche Niederlage angesichts des Ausfalls zunächst zurück. „Wir haben einen Spieler verloren“, erklärte der Coach nach dem Spiel. Auch Mitspieler Bruno Eickhoff hoffte, dass sich die Verletzung nicht als schwerwiegend herausstellt. Eine medizinische Untersuchung sollte anschließend klären, wie es für Schmitt weitergeht.

Fünf Gegentore in Folge entscheiden die erste Hälfte

Nach dem 13:13 verloren die Eulen ihre Linie. Dresden nutzte technische Fehler und Unsicherheiten konsequent aus und erzielte fünf Treffer in Folge. Bis zur Pause zogen die Gastgeber auf 18:13 davon.

Eine Aufholjagd nach dem Seitenwechsel blieb aus. In der 35. Minute stand es bereits 21:13, nach 43 Minuten führte der HC Elbflorenz mit 27:16. In der 49. Minute war der Vorsprung beim 31:19 auf zwölf Tore angewachsen. Ludwigshafen fand weder in der Abwehr noch im Angriff genügend Mittel gegen die zunehmend selbstbewusst auftretenden Dresdner. Am Ende stand die 28:38-Niederlage.

Bruno Eickhoff, der nach 134 Tagen auf das Handballfeld zurückkehrte, setzte dennoch einen persönlichen Akzent. Für den Kreisläufer war es zugleich das erste Pflichtspiel im Trikot der Eulen. Sein bislang letzter Einsatz hatte am 4. Juni 2026 für die MT Melsungen gegen die Füchse Berlin stattgefunden. In Dresden traf Eickhoff bei vier Würfen viermal und erarbeitete zusätzlich einen Siebenmeter. Kurz nach seiner Einwechslung brachte er Ludwigshafen mit 2:1 in Führung.

Eulen bleiben mit 4:12 Punkten im Tabellenkeller

Eickhoff benannte nach dem Spiel die technischen Fehler und den schwindenden Glauben an die eigene Leistung als Gründe für den Einbruch. Zugleich verwies er auf die ersten 25 Minuten, in denen die Eulen gegen den Spitzenreiter mithalten konnten.

Bester Ludwigshafener Torschütze war Maximilian Schwarzer mit sieben Treffern, darunter vier Siebenmeter. Eickhoff und Falk erzielten jeweils vier Tore. Für Dresden trafen Skopar und Dierberg jeweils sechsmal; Dierberg verwandelte alle sechs Treffer vom Siebenmeterpunkt. Löser kam auf fünf, Norberg auf vier Tore.

Der HC Elbflorenz festigte mit dem Sieg seine Tabellenführung und steht nun bei 14:2 Punkten. Die Eulen bleiben mit 4:12 Punkten im unteren Tabellenbereich. Besonders problematisch ist die wiederkehrende Schwächephase innerhalb der Spiele. Sollte Schmitt länger ausfallen, würde sich die ohnehin schwierige Lage weiter verschärfen.

Die nächste Aufgabe wartet bereits am Samstag, 24. Oktober 2026. Um 18 Uhr treten die Eulen auswärts in Lübeck an. Bis dahin steht neben der Aufarbeitung der Niederlage vor allem die medizinische Klärung von Friedrich Schmitts Verletzung im Mittelpunkt.