Im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen steht derzeit nicht nur der berühmte Philosoph Ernst Bloch im Mittelpunkt. Eine Ausstellung widmet sich Karola Bloch und zeichnet mit Fotografien ein Bild ihres bewegten Lebens. Die Schau trägt den Titel „Ernst und Karola Bloch – Eine fotografische Reise durch ein bewegtes Leben“.

Karola Bloch im Mittelpunkt

Die Ausstellung lenkt den Blick auf eine Frau, die in der öffentlichen Wahrnehmung häufig hinter dem Namen ihres Ehemanns zurücktritt. Karola Bloch wird als Ehefrau des Philosophen, als Architektin und als Widerstandskämpferin gegen die Naziherrschaft vorgestellt.

Damit erweitert die Präsentation im Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum den Blick auf die Bloch-Familie: Im Zentrum steht nicht ausschließlich das philosophische Werk Ernst Blochs, sondern auch die Biografie Karola Blochs und ihre eigenen Rollen und Erfahrungen.

Ernst Blochs später Ruhm

Die Ausstellung ordnet das gemeinsame Leben zugleich in den politischen und zeitgeschichtlichen Zusammenhang ein. Ernst Blochs größerer Ruhm setzte dem Bericht zufolge erst 1961 ein – nach dem Mauerbau und seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik.

Auch der Kalte Krieg habe zu seiner Bekanntheit beigetragen. Beide politischen Systeme hätten sich bemüht, als die bessere Alternative zu erscheinen. Der Bericht beschreibt dabei einen grundlegenden Unterschied: Der Westen habe auch seinen Kritikern Redefreiheit gewährt, während der Osten Kritiker mundtot gemacht habe.

Die fotografische Ausstellung im Ernst-Bloch-Zentrum verbindet damit persönliche Geschichte und politische Zeitgeschichte. Besucherinnen und Besucher erhalten einen Zugang zu Karola Bloch, ihrer Tätigkeit als Architektin, ihrem Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft und ihrem Leben an der Seite Ernst Blochs. Zu Laufzeit, Öffnungszeiten und weiteren Begleitangeboten enthält die vorliegende Quelle keine Angaben.