Im Ludwigshafener Kulturzentrum Das Haus ist Enjoy Jazz mit einem Auftritt des Quartetts Ahmed gestartet. Die vier Musiker präsentierten improvisierte Musik von hoher Intensität – ein Klanggeschehen, dem man sich laut der Beschreibung des Konzerts kaum entziehen kann.
Rhythmus, Saxofon und extreme Klangfarben
Besonders prägend war das Spiel von Seymour Wright. Der Saxofonist entwickelte stark rhythmisch geprägte Phrasen, die bis hin zu heiseren Schreien reichten. Damit setzte er markante Akzente in einem Konzert, das von freien musikalischen Entwicklungen und einer außergewöhnlichen Energie bestimmt war.
Ahmed steht für ein Quartett, dessen Musik nicht auf eingängige Melodien oder eine zurückhaltende Begleitung ausgerichtet ist. Im Mittelpunkt steht vielmehr die improvisierte Interaktion der vier Musiker und ihre ausgeprägte Intensität.
Namensgeber aus der Jazzgeschichte
Der Bandname erinnert an den Kontrabassisten Ahmed Abdul-Malik. In der Jazzgeschichte der späten 1950er- und frühen 1960er-Jahre gilt er als Randfigur. Bekannt ist Abdul-Malik unter anderem als Sideman von Art Blakey, Thelonious Monk und Cecil Taylor. Außerdem wirkte er bei den berühmten Live-Auftritten John Coltranes im Village Vanguard mit.
Mit dem Konzert im Kulturzentrum Das Haus verbindet das Quartett damit aktuelle freie Improvisationsmusik mit einer Referenz an einen Musiker aus einer prägenden Phase des Jazz.