In Ludwigshafen und den Stadtteilen haben sich zwischen dem 2. und 9. August mehrere Polizeieinsätze ereignet. Im Mittelpunkt stehen ein Überfall am Berliner Platz, eine Auseinandersetzung mit Stich- und Schnittverletzungen im Friedenspark sowie Brände in Süd und auf der B9 bei Oggersheim. Außerdem ermittelt die Polizei nach einem Kiosk-Einbruch, gegen mutmaßlich berauschte Autofahrer und wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Rheingönheim.
Die Übersicht beruht auf einem laufenden Blaulicht-Ticker von Ludwigshafen24, dessen Meldungsstände am 9. August 2026 um 11:23 Uhr aktualisiert wurden. Bei mehreren Fällen dauern die Ermittlungen an; abschließende Angaben zu den Hintergründen oder möglichen strafrechtlichen Folgen liegen deshalb noch nicht vor.
Überfall am Berliner Platz: Zwei Männer flüchtig
In der Nacht auf Sonntag, 9. August, wurde ein 32-Jähriger am Berliner Platz in Ludwigshafen angegriffen. Nach Angaben der Polizei schlugen zwei unbekannte Männer gegen 1:40 Uhr auf den Mann ein und entrissen ihm seine Bauchtasche. Darin befanden sich Bargeld und persönliche Gegenstände.
Die leere Tasche fanden Einsatzkräfte kurze Zeit später in der Nähe. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb zunächst erfolglos. Die beiden Verdächtigen konnten nicht gefasst werden. Einer der Männer soll tätowierte Arme haben. Weitere Angaben zu den Tätern oder zur Höhe des gestohlenen Bargelds enthält die Quelle nicht.
29-Jähriger im Friedenspark schwer verletzt
Ein weiterer schwerer Vorfall ereignete sich am Freitag, 7. August, gegen 4:30 Uhr im Friedenspark. Dort geriet ein 29-Jähriger aus bislang ungeklärter Ursache mit einer Gruppe von Männern in eine Auseinandersetzung. Die Männer fügten ihm mehrere Stich- und Schnittverletzungen zu.
Der Rettungsdienst brachte den Verletzten in ein Krankenhaus. Nach einer ersten Einschätzung war sein Zustand schwer, aber nicht lebensgefährlich. Die Gruppe flüchtete noch vor dem Eintreffen der Polizei. Die Kriminalpolizei suchte Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise auf die beteiligten Männer geben können. Ob bereits konkrete Tatverdächtige ermittelt wurden, geht aus dem Meldungsstand nicht hervor.
Küchenbrand in Süd: Wohnung bleibt unbewohnbar
In der Kurfürstenstraße in Ludwigshafen-Süd brach am Mittwoch, 5. August, gegen 12:29 Uhr ein Küchenbrand in einer Wohnung im ersten Obergeschoss aus. Als die Feuerwehr eintraf, war die gesamte Wohnung verraucht. Die Einsatzkräfte löschten die Flammen unter Atemschutz und führten anschließend umfangreiche Kontroll- und Entrauchungsarbeiten durch.
Drei Menschen wurden vorsorglich mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation an den Rettungsdienst übergeben. Die Wohnung ist wegen der Rauchausbreitung derzeit nicht bewohnbar. Die Bewohner kamen bei Bekannten unter. Die Berufsfeuerwehr war mit 18 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort; auch Polizei und Rettungsdienst waren beteiligt. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.
Pkw brennt auf der B9 bei Oggersheim
Am 4. August geriet gegen 18:45 Uhr ein Pkw auf der B9 zwischen dem Autobahnkreuz Oggersheim und der Anschlussstelle Oggersheim in Brand. Der 22-jährige Fahrer konnte das Fahrzeug noch auf dem Seitenstreifen abstellen und rechtzeitig verlassen. Der Wagen brannte anschließend nahezu vollständig aus und musste abgeschleppt werden.
Für die Löscharbeiten wurde die B9 in Richtung Frankenthal kurzzeitig voll gesperrt. Der Verkehr wurde am Autobahnkreuz Oggersheim abgeleitet. Die Polizei vermutet einen technischen Defekt als Ursache und beziffert den Schaden auf etwa 10.000 Euro. Neben der Autobahnpolizei Ruchheim waren 22 Feuerwehrkräfte mit fünf Fahrzeugen im Einsatz.
Einbruch am Goerdelerplatz und weitere Ermittlungen
Unbekannte brachen am Sonntag, 2. August, gegen 11:20 Uhr in einen Kiosk am Goerdelerplatz ein. Nach Angaben der Polizei wurden Geld und Tabakwaren gestohlen. Der Sachschaden liegt bei rund 2.000 Euro.
Die Kriminalpolizei Ludwigshafen bittet Personen, die am Sonntagvormittag verdächtige Menschen oder Fahrzeuge im Bereich des Goerdelerplatzes beobachtet haben, um Hinweise. Erreichbar ist sie unter 0621/963-23312 oder per E-Mail an [email protected].
In der Bahnhofstraße in Ludwigshafen-Mitte kontrollierten Polizeikräfte am Dienstag, 4. August, gegen 7 Uhr einen 26-jährigen Autofahrer. Dabei ergaben sich laut Polizei Hinweise auf einen vorausgegangenen Betäubungsmittelkonsum. Zusätzlich stellte sich heraus, dass der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet; die weiteren Ermittlungen dauern an.
Am 5. August kontrollierten Einsatzkräfte in Ludwigshafen-Süd zwei Personen auf einem Kinderspielplatz. Laut Polizei sollen dort Alkohol und Cannabis konsumiert worden sein. Eine Person rauchte beim Eintreffen der Beamten noch einen Joint; außerdem wurde bei ihr eine geringe Menge Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt. Gegen sie wurden Ermittlungs- beziehungsweise Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, anschließend musste sie den Spielplatz verlassen.
Bei der Identitätsfeststellung der zweiten Person stellten die Einsatzkräfte einen offenen Haftbefehl fest. Die Person wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Flaschenwürfe in Rheingönheim
In der Hauptstraße in Ludwigshafen-Rheingönheim warfen zwei Männer am Sonntagabend gegen 21 Uhr mehrere Glasflaschen auf einen vorbeifahrenden Rollerfahrer. Der Fahrer wurde nicht getroffen und blieb unverletzt. Im Rahmen der Fahndung stellte die Polizei die beiden Tatverdächtigen im Alter von 21 und 36 Jahren auf dem Gelände einer Tankstelle fest.
Beide Männer standen nach Angaben der Polizei offenkundig erheblich unter Alkoholeinfluss. Freiwillige Atemalkoholtests ergaben bei beiden jeweils mehr als 3,0 Promille. Nach Blutproben wurden sie in Gewahrsam genommen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und möglicher weiterer Straftaten dauern an.
Senior aus Friesenheim verliert 19.000 Euro
Die Polizei warnt außerdem vor einem Anlagebetrug zum Nachteil eines 83-Jährigen aus Ludwigshafen-Friesenheim. Eine unbekannte Frau rief den Senior an und versprach ihm bei einer angeblichen Geldanlage einen Gewinn von 60.000 Euro.
Die Anruferin überredete den Mann, eine App auf seinem Mobiltelefon zu installieren. Dadurch erhielt sie Fernzugriff und überwies eigenmächtig 19.000 Euro. Der versprochene Gewinn blieb aus. Die Polizei rät ausdrücklich davon ab, Geldgeschäfte am Telefon abzuwickeln.
Weitere Fälle aus der Region
Der Ticker berichtet zusätzlich über Einsätze außerhalb des Stadtgebiets, darunter einen umgestürzten Sattelzug auf der A61 bei Schifferstadt, einen Brand in Haßloch, einen Unfall in Maikammer und einen Gefahrstofffund in Rödersheim-Gronau. Diese Fälle werden hier nicht ausführlich dargestellt, weil sie nicht unmittelbar Ludwigshafen betreffen.