Ein Drohbrief mit unbekanntem Pulver und einer Sprengdrohung hat am Freitagmorgen einen Einsatz an der Synagoge in Speyer ausgelöst. Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat Ermittlungen gegen den bislang unbekannten Verfasser aufgenommen. Auch das Landeskriminalamt ist an der Bewertung des Schreibens beteiligt.
Nach Angaben der Polizei ging das Drohschreiben bei der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz ein. Der Brief enthielt fremdenfeindliche Äußerungen sowie die Drohung, die Synagoge in die Luft zu sprengen. Damit richtete sich das Schreiben gegen eine jüdische Gemeinde und ein Gotteshaus in Speyer.
Pulver als ungefährlich eingestuft
Experten des Landeskriminalamts untersuchten die unbekannte Substanz. Nach der Untersuchung stuften sie das Pulver inzwischen als ungefährlich ein. Eine unmittelbare Gefahr durch den Inhalt des Briefes wurde damit nach dem derzeit vorliegenden Ermittlungsstand nicht bestätigt.
Offen ist jedoch weiterhin, wie ernst die Drohung insgesamt zu bewerten ist. Das Landeskriminalamt prüft nach Angaben der Polizei noch die Ernsthaftigkeit der Drohung. Zur Identität des Verfassers und zu möglichen Hintergründen liegen in dem Bericht keine weiteren Angaben vor.
Ermittlungen aus Ludwigshafen
Für Ludwigshafen ist der Fall vor allem deshalb relevant, weil die örtliche Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen hat. Der Tatort liegt allerdings in Speyer. Die Polizei und das Landeskriminalamt ermitteln derzeit gemeinsam beziehungsweise in ihren jeweiligen Zuständigkeiten weiter.
Weitere Schritte hängen von der Auswertung des Schreibens und der laufenden kriminalpolizeilichen Untersuchung ab. Der Bericht nennt weder einen Tatverdächtigen noch weitere konkrete Maßnahmen.