Eine Wanderausstellung zur Migrationsgeschichte zwischen Irland und der Pfalz ist aktuell an der Hochschule Ludwigshafen zu sehen. Die Schau „Die irische Pfälzer Geschichte“ ist für Interessierte bei freiem Eintritt zugänglich.

Ausstellung im Auditorium des C-Gebäudes

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Irland in Frankfurt, dem Stadtmuseum Ludwigshafen und der Hochschule. Sie ist bis zum 9. Januar 2026 im Auditorium des C-Gebäudes in der Ernst-Boehe-Straße 4-6 zu sehen.

Im Mittelpunkt steht die Auswanderung von rund 3000 Menschen aus der heutigen Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg im Jahr 1709. Die Schau umfasst 19 Roll-ups, Fotos, Drucke, Bildtexte auf Deutsch und Englisch sowie eine zweisprachige Broschüre.

Flucht vor Notlage und Hungersnot

Den Angaben zufolge suchten Menschen damals wegen der Notlage nach dem Spanischen Erbfolgekrieg und einer schweren Hungersnot Zuflucht im Ausland, unter anderem in Irland. Später entstanden dort insbesondere in den Grafschaften Limerick, Kerry, Tipperary und Wexford Pfälzer Siedlungen.

Die Ausstellung wurde von deutschen und irischen Archiven zusammengestellt und beleuchtet eine wenig bekannte Facette der pfälzischen Migrationsgeschichte.

„Die Ausstellung ist zugleich eine Mahnung in Zeiten aktueller Flüchtlingsdebatten und zeigt: in der Heimat bleiben zu dürfen, ist ein Privileg“.

Öffnungszeiten und Schließzeit

Für Besucher ist die Ausstellung montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr sowie samstags von 7.30 bis 20 Uhr geöffnet. Vom 24. Dezember bis einschließlich 1. Januar 2026 bleibt sie geschlossen.