Christian Redl wird am 27. August beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen mit dem Preis für Schauspielkunst geehrt. Der 78-jährige Schauspieler kommt zugleich mit seinem letzten „Spreewaldkrimi“ zum Festival. Die Auszeichnung bezieht sich nach seinen Worten jedoch nicht auf diese einzelne Rolle, sondern auf sein gesamtes künstlerisches Leben.

Preis für das Lebenswerk

Im Gespräch vor dem Festival betont Redl, dass zwischen dem letzten „Spreewaldkrimi“ und der Ehrung kein unmittelbarer Zusammenhang bestehe. Auf die Frage, ob beides zusammengehöre, antwortet er: „Nein, das ist kein Preis für eine Rolle, sondern für das gesamte künstlerische Leben, das ich hinter mir habe.“

Damit rückt das Festival nicht nur Redls aktuellen beziehungsweise letzten Auftritt als Ermittlerfigur in den Mittelpunkt, sondern würdigt seine langjährige Arbeit als Schauspieler. Der Preis wird in Ludwigshafen im Rahmen des Festivals des deutschen Films verliehen.

Rückblick auf die Fernseharbeit

Im Interview blickt Redl auch auf die Haltung seiner Generation zur Fernseharbeit zurück. Früher sei es im Kollegenkreis nicht besonders angesehen gewesen, für das Fernsehen zu arbeiten. „Fürs Fernsehen zu arbeiten, war im Kollegenkreis meiner Generation nicht sehr geachtet“, sagt Redl. Als Grund für diese Haltung nennt er rückblickend auch Überheblichkeit: „Da war natürlich viel Arroganz im Spiel.“

Das Festival des deutschen Films verbindet damit eine aktuelle Präsentation mit einer persönlichen Würdigung des Schauspielers. Redls Auszeichnung und sein letzter „Spreewaldkrimi“ gehören zu den angekündigten Programmpunkten in Ludwigshafen.