Bei der Stiftung Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz steht ein Wechsel an der Spitze an: Christel Röttinger ist neue Vorstandsvorsitzende. Die Pharma-Unternehmerin wurde bei der letzten Stifterversammlung am 15. September 2026 einstimmig gewählt. Sie folgt auf Albrecht Hornbach, der nach 13 Jahren nicht mehr für den Vorstand kandidierte.

Röttinger ist mit der Arbeit der in Ludwigshafen ansässigen Stiftung seit Jahren vertraut. Durch ihre bisherige Vorstandstätigkeit bringt sie umfassende Kenntnisse der Stiftungsarbeit mit. Gemeinsam mit dem neu zusammengesetzten Vorstand will sie das zentrale Anliegen der Stiftung fortsetzen: die Förderung des musikalischen Nachwuchses für die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Neues Vorstandsteam mit unterschiedlichen Kompetenzen

Zum neuen Vorstand gehört Florian Weihe von der Sparkasse Vorderpfalz als stellvertretender Vorsitzender. Außerdem wurden Sylvia Piske, Susanne Salomon und Jan Vonhöne von der Pfalzwerke AG genannt. Nach Angaben der Stiftung bringen die Mitglieder Erfahrungen aus Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Recht und Risikomanagement in das Gremium ein.

Röttinger bezeichnete das neue Amt als „eine große Ehre und eine besondere Verantwortung“. Zu ihren Zielen zählt sie, die Stiftung weiter zu stärken und neue Stifter zu gewinnen. Außerdem soll die Arbeit der Stiftung in der Öffentlichkeit sichtbarer werden.

Auch die übrigen Vorstandsmitglieder sollen die Entwicklung der Stiftung künftig aktiv mitgestalten. Als Grundlage dafür nennt die Stiftung ihre Verbundenheit mit der Orchestermusik und ihr Engagement für die musikalische Nachwuchsarbeit.

Hornbach nach 13 Jahren verabschiedet

Der Wechsel beendet eine lange Amtszeit von Albrecht Hornbach. Thomas Traue, Vorsitzender des Stiftungsrats und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vorderpfalz, würdigte Hornbachs persönlichen Einsatz, seine Verlässlichkeit und seine enge Verbindung zu den Zielen der Stiftung. Er dankte ihm für 13 Jahre als Vorstandsvorsitzender und für insgesamt mehr als zwei Jahrzehnte Mitarbeit.

Hornbach, Mitinhaber der gleichnamigen Baumarktkette, hatte den Vorsitz 2013 auf Wunsch des Stiftungsgründers Gerhard R. Wolf übernommen. Wolf war früher Vorstandsmitglied der BASF. Unter Hornbachs Leitung stieg die Summe der Ausschüttungen nach Angaben der Stiftung deutlich. Dadurch konnten unter anderem mehr junge Musiktalente in der Orchesterakademie ausgebildet werden.

Stipendien und Musikangebote bleiben im Mittelpunkt

Die Stiftung wurde 2002 gegründet. Sie fördert den musikalischen Nachwuchs und unterstützt die Arbeit des Orchesters. Derzeit finanziert sie Stipendien für acht junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sowie für einen Dirigierstipendiaten der Orchesterakademie der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Darüber hinaus unterstützt die Stiftung musikpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche und ermöglicht besondere Konzertprojekte. Mit dem neuen Vorstand soll diese Förderung fortgeführt und zugleich die öffentliche Wahrnehmung der Stiftungsarbeit ausgebaut werden.