Ein 19-Jähriger aus Ludwigshafen sitzt nach Ermittlungen zu einer Serie von Call-Center-Betrügereien in Untersuchungshaft. Die Polizei wirft ihm vor, an mehreren Taten zum Nachteil älterer Menschen beteiligt gewesen zu sein. Der Gesamtschaden liegt nach bisherigen Angaben bei mehr als 48.000 Euro.
Seit Januar dieses Jahres registrierte die Polizei insgesamt 18 Taten. Die meisten davon ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. Die Täter riefen ältere Menschen an, gaben sich als Bankmitarbeiter aus und behaupteten, verdächtige Kontobewegungen festgestellt zu haben. Anschließend holten sie Bankkarten und die dazugehörigen PINs bei den Angerufenen ab.
Festnahme nach intensiven Ermittlungen
Intensive Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankenthal und der Kriminalpolizei Ludwigshafen führten laut Polizei Mitte Oktober zur Festnahme des Verdächtigen. Die Ermittler setzten dabei Durchsuchungsbeschlüsse für Objekte in Ludwigshafen und Worms sowie einen Untersuchungshaftbefehl durch. Spezialkräfte nahmen den Mann in Ludwigshafen fest.
Waffen und Mobiltelefone sichergestellt
Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten sechs Mobiltelefone, drei Schreckschusswaffen, einen Schlagring, ein Butterflymesser, zwei weitere Messer und verschiedene Munition sicher. Die Gegenstände wurden im Rahmen der laufenden Ermittlungen beschlagnahmt.
Der Verdächtige wurde am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Damit ist der Fall für die Ermittler noch nicht abgeschlossen; die Angaben beruhen auf dem bisherigen Stand der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen.