Anton Bruckners Messe f-Moll kommt am 8. November in die Friedenskirche Ludwigshafen. Der Ludwigshafener Konzertchor erweitert damit sein Repertoire um einen großen, klangmächtigen Klassiker und stellt ihm bewusst kleinere, kontrastierende Chorwerke gegenüber.
Auf dem Programm stehen neben der Messe Stücke ausschließlich für Männerchor sowie Werke für A-cappella-Frauenchor. Außerdem kündigt das Konzert eine musikalische Reise zwischen „Himmlischem“ und einer Harzreise mit Liebesschmerz an. Der Abend verbindet damit die monumentale Wirkung von Bruckners Komposition mit unterschiedlichen Klangfarben und Stimmungen.
Ein anspruchsvolles Werk mit schwieriger Vorgeschichte
Bruckners Messe f-Moll entstand im Umfeld ihrer Uraufführung 1868/69. Eine überlieferte Anekdote berichtet, der Hofkapellmeister habe dem Komponisten damals vorgeworfen, er habe sich „verrechnet oder doch geirrt“. Die Messe sei „zu lang und unsingbar“.
Als mögliche Erklärung für diese Reaktion nennt der Musikwissenschaftler Lorenz Adamer vom Carus-Verlag die komplexen Harmonien, die langen Chorfugen und die große Besetzung. Die Beteiligten seien deshalb vermutlich überfordert gewesen. Gerade diese musikalischen Anforderungen machen die Aufführung für den Konzertchor zu einer besonderen Aufgabe.
Konzert in der Friedenskirche
Mit der Aufführung präsentiert der Ludwigshafener Konzertchor die Messe f-Moll als „berauschenden lauten Klassiker“ und setzt sie in Beziehung zu den ausschließlich mit Männerstimmen beziehungsweise Frauenstimmen besetzten Stücken. Für das Publikum entsteht so ein Programm, das zwischen großer Chorsinfonik, geistlicher Atmosphäre und erzählerischem Liebesschmerz wechselt.
Das Konzert findet am 8. November in der Friedenskirche Ludwigshafen statt. Weitere Angaben zu Uhrzeit, Eintritt oder Mitwirkenden enthält die vorliegende Ankündigung nicht.