Ein Sperrmüllbrand in der Kaiser-Wilhelm-Straße in Ludwigshafen-Mitte hat am frühen Montagmorgen einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Feuerwehr wurde am 28. September 2026 um 4.15 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen brannte eine große Sperrmüllablagerung direkt an der Wand eines Hochhauses.

Die Flammen und die starke Hitze waren so intensiv, dass die Fensterscheiben angrenzender Wohnungen zerbrachen. Nach Beginn der Löschmaßnahmen wurde die Alarmstufe erhöht. Mehrere Feuerwehrtrupps gingen gegen den Brand vor und retteten eine Bewohnerin aus einer stark verrauchten Wohnung.

Teilevakuierung und unbewohnbare Wohnung

Für das Gebäude wurde eine Teilevakuierung eingeleitet. Einsatzkräfte kontrollierten zahlreiche Wohnungen in mehreren Stockwerken; einige Räume mussten maschinell entraucht werden. Die direkt an den brennenden Sperrmüll angrenzende Wohnung ist nach Angaben der Feuerwehr derzeit unbewohnbar.

Die Einsatzstelle wurde großräumig für den Verkehr gesperrt. Der Katastrophenschutz Ludwigshafen betreute 50 Menschen, darunter acht Kinder. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner wurden von Notärzten und dem Rettungsdienst untersucht. Ein Transport in ein Krankenhaus war nach der Sichtung jedoch nicht erforderlich.

Viele Einsatzkräfte vor Ort

An dem Einsatz waren 31 Kräfte der Berufsfeuerwehr mit acht Fahrzeugen beteiligt. Der Katastrophenschutz rückte mit 24 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen an. Zusätzlich waren der Rettungsdienst mit vier Fahrzeugen, die Polizei, die Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe und die Technischen Werke Ludwigshafen im Einsatz.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Weitere Angaben zur Ursache oder zu möglichen Verantwortlichen machte die Feuerwehr in ihrer Mitteilung nicht.