Mehrere Polizeieinsätze haben Ludwigshafen und die Region in den vergangenen Tagen beschäftigt. In Ludwigshafen-Süd nahm die Polizei einen mutmaßlichen Einbrecher noch in einem Wohngebäude fest. Gleichzeitig warnt die Polizei vor verschiedenen Betrugsmaschen: Zwei Männer aus Ludwigshafen überwiesen oder verloren zusammen mehr als 102.000 Euro.
Einbrecher in Ludwigshafen-Süd festgenommen
Am Samstag, 17. Oktober, beobachtete eine Anwohnerin zwischen 17:50 und 17:59 Uhr, wie sich ein 50-Jähriger unrechtmäßig Zugang zu einem Kellerabteil in einem Wohngebäude in Ludwigshafen-Süd verschaffte. Nach Angaben der Polizei soll der Mann einen Bolzenschneider benutzt haben.
Die Anwohnerin verständigte sofort die Polizei. Einsatzkräfte trafen den Tatverdächtigen noch im Gebäude an und nahmen ihn fest. Für weitere Maßnahmen wurde er zur Polizeiinspektion gebracht. Angaben dazu, ob aus dem Kellerabteil etwas gestohlen wurde, enthält die vorliegende Polizeimeldung nicht.
Mehr als 102.000 Euro durch Betrug verloren
Besonders hohe Schäden meldet die Polizei bei zwei Fällen von Betrug. Ein 63-Jähriger aus Ludwigshafen nahm im August 2026 über Instagram Kontakt zu einem angeblichen Finanzdienstleister auf. Er wollte sein Vermögen vermehren und überwies mehr als 78.000 Euro. Um die geforderten Zahlungen leisten zu können, verkaufte er laut Polizei sogar zahlreiche Aktien, die er zuvor legal erworben hatte.
Die versprochenen Rückzahlungen und der angeblich hohe Gewinn blieben aus. Die Polizei rät bei Anlageangeboten in sozialen Medien zu besonderer Vorsicht. Interessierte sollten die Seriosität eines Anbieters etwa anhand der Unternehmensdatenbank und der Warnhinweise der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht prüfen. Wer einen Betrug vermutet, sollte keine weiteren Zahlungen leisten, Belege sichern, Anzeige erstatten und sofort die eigene Bank informieren.
In einem weiteren Fall verlor ein 56-jähriger Mann insgesamt 24.250 Euro. Unbekannte hatten ihm am 25. August telefonisch mitgeteilt, er habe 39.000 Euro gewonnen. Für die Auszahlung sollte er zunächst 2.350 Euro überweisen. Danach verlangten die Täter über WhatsApp und am Telefon sieben weitere Überweisungen, denen der Mann ebenfalls nachkam.
Die Polizei weist darauf hin, dass seriöse Unternehmen die Auszahlung eines Gewinns nicht an eine Gebühr oder eine andere Zahlung knüpfen. Persönliche Daten sowie Konto- und Kreditkartendaten sollten nicht an unbekannte Anrufer weitergegeben werden.
Falscher Bankmitarbeiter holt EC-Karte ab
Auch eine Seniorin aus Ludwigshafen wurde Opfer eines Betrugs. Ein Unbekannter rief die Frau am Donnerstag, 15. Oktober, gegen 14:30 Uhr an und behauptete, gegen sie bestünden Amazon-Forderungen über 4.500 Euro. Im Gespräch brachte er sie dazu, die PIN ihrer EC-Karte zu nennen.
Anschließend kündigte der Anrufer an, ein Mitarbeiter müsse die Karte zur Überprüfung abholen. Kurz darauf erschien ein junger Mann an der Wohnanschrift der Seniorin im Bereich der Altenbacher Straße und nahm die Karte entgegen. Danach hob er Bargeld ab. Die Frau ließ die Karte sperren, nachdem sie den Betrug bemerkt hatte.
Die Kriminalpolizei Ludwigshafen sucht Zeugen, die rund um die Altenbacher Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Hinweise werden unter 0621 963-23312 entgegengenommen. Die Polizei stellt klar: Banken fragen niemals telefonisch nach der PIN und holen EC-Karten nicht zur Überprüfung an der Wohnanschrift ab. Wer unter Druck gesetzt wird, sollte das Gespräch beenden und die Bank über eine bekannte Telefonnummer kontaktieren.
Weitere Vorfälle in der Stadt
In der Nacht auf Samstag, 16. Oktober, stahlen Unbekannte aus zwei Fahrzeugen in der Erich-Reimann-Straße Arbeitsmaterial und rund 300 Euro Bargeld. An den Autos waren keine Aufbruchsspuren festzustellen. Wie die Täter in die Fahrzeuge gelangten, ist bislang unbekannt. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Ludwigshafen 1 unter 0621 963-24150 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.
In der Bayreuther Straße brach am Samstag, 10. Oktober, um 20:08 Uhr ein Feuer in einer Wohnung aus. Eine Anwohnerin wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr löschte den Brand; die Ursache und die Schadenshöhe waren zunächst noch unklar.
Wegen Sachbeschädigung ermittelt die Polizei außerdem nach der Beschädigung einer Bushaltestelle am Otto-Thiele-Platz. Ein Zeuge hatte in der Nacht zum Donnerstag gegen 0:30 Uhr laute metallische Geräusche aus der Kallstadter Straße gehört. Der Unterstand war stark beschädigt; nach Polizeiangaben wurden ein Backstein und ein aus der Verankerung gerissener Metallpoller eingesetzt.
Bei einem weiteren Unfall in Ludwigshafen wurde eine Beifahrerin leicht verletzt. Am Sonntag, 12. Oktober, geriet ein mutmaßlich alkoholisierter Kleintransporter-Fahrer auf der Rheinuferstraße in den Gegenverkehr. Der Transporter beschädigte zunächst ein Straßenschild und kollidierte anschließend mit einem entgegenkommenden Pkw. Der Fahrer fuhr weiter, prallte rund 100 Meter später gegen eine Ampel und kam dort zum Stillstand. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit; die Unfallstelle war zeitweise gesperrt. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
In einem anderen Fall stieß ein Funkstreifenwagen während einer Einsatzfahrt auf der K3 mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Drei Polizeibeamte und die Autofahrerin wurden leicht verletzt. Der Unfall ereignete sich am 12. Oktober gegen 19:50 Uhr beim Abbiegen auf die Auffahrt zur A650. Beide Fahrzeuge erlitten Totalschaden und mussten abgeschleppt werden.