Mehrere Menschen in Ludwigshafen sind nach Angaben der Polizei Opfer unterschiedlicher Betrugsmaschen geworden. In einem Fall erbeutete ein falscher Polizeibeamter Goldbarren und Bargeld. Zwei weitere Betroffene verloren durch ein vorgetäuschtes Gewinnversprechen beziehungsweise eine angebliche Geldanlage insgesamt mehr als 102.000 Euro.

Falscher Polizist holt Wertsachen ab

Eine Ludwigshafenerin erhielt am Donnerstag gegen 10 Uhr den Anruf eines Unbekannten, der sich als Polizist namens „Andreas Steinbach“ ausgab. Er behauptete, bei der Festnahme eines Täters und einer Observation sei festgestellt worden, dass jemand an ihrem Bankschließfach gewesen sei.

Der Anrufer forderte die Frau auf, ihre Wertsachen bei der Bank abzuholen. Die Polizei werde diese später übernehmen und in Sicherheit bringen, erklärte er demnach. Mit dem Anrufer vereinbarte die Frau ein Passwort.

Gegen 18 Uhr erschien ein weiterer Unbekannter. Er gab sich als Polizeibeamter „Herr Klause“ aus und zeigte einen vermutlich gefälschten Dienstausweis vor. Unter dem vereinbarten Passwort nahm er die Goldbarren und das Bargeld entgegen. Nach Angaben der Polizei entfernte sich der Mann anschließend zu Fuß über die Sinsheimer Straße.

Die Geschädigte habe den Betrug erst im Nachhinein erkannt, obwohl sie während des gesamten Gesprächs skeptisch gewesen sei, berichtet die Polizei.

Polizei sucht Zeugen

Die Ermittler bitten Menschen um Hinweise, die am Donnerstag im Bereich der Dhauner Straße und der Sinsheimer Straße etwas Verdächtiges beobachtet haben. Hinweise nimmt die Ludwigshafener Polizei unter 0621 963-23312 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.

Zwei weitere Fälle mit hohen Verlusten

Auch ein 56 Jahre alter Ludwigshafener wurde Opfer eines Betrugs. Am 25. August riefen ihn Unbekannte an und versprachen ihm einen Gewinn von 39.000 Euro. Damit er das Geld erhalten könne, sollte er zunächst 2.350 Euro zahlen. Über Telefon und WhatsApp wurde er anschließend zu weiteren Zahlungen aufgefordert. Insgesamt zahlte der Mann sieben Mal; seine Verluste summierten sich laut Polizei auf mehr als 24.000 Euro. Einen Gewinn erhielt er nicht.

In einem weiteren Fall verlor ein 63 Jahre alter Mann mehr als 78.000 Euro. Er war im August über Instagram mit einem vermeintlichen Finanzdienstleister in Kontakt gekommen, um sein Vermögen zu vermehren. Danach überwies er mehrfach Geld an den Unbekannten und verkaufte dafür sogar Aktien. Eine Rückzahlung erhielt er nach Polizeiangaben nicht.

Weitere Hinweise zum Schutz vor unterschiedlichen Betrugsmaschen gibt die Polizei auf polizei-beratung.de.