Eine 88-Jährige aus Ludwigshafen ist am Nachmittag des 11. September 2026 in Friesenheim Opfer eines Betrugs geworden. Nach Angaben der Polizei übergab sie einem unbekannten Mann 15.000 Euro Bargeld, ihre Bankkarte und die dazugehörige PIN.
Der Betrug begann gegen 15 Uhr mit einem Telefonanruf. Ein Mann gab sich als Bankmitarbeiter aus und behauptete, es habe ungewöhnliche Bewegungen auf dem Konto der Seniorin gegeben. Im Gespräch fragte er außerdem, wie viel Bargeld sie zu Hause aufbewahre.
Etwa eine Stunde später erschien ein männlicher Abholer an der Anschrift der Frau. Er überzeugte sie davon, dass es sich bei ihrem Bargeld um Falschgeld handle und dieses von der Bank überprüft werden müsse. Die Seniorin händigte ihm daraufhin das Geld und ihre Bankkarte samt PIN aus.
Polizei meldet weitere ähnliche Fälle
Die Polizei spricht von mehreren gleich gelagerten Betrugsfällen im Stadtgebiet Ludwigshafen innerhalb der vergangenen zwei Tage. Der Abholer soll etwa 30 bis 35 Jahre alt und 180 bis 185 Zentimeter groß sein. Beschrieben wird er als kräftig gebaut, mit leichtem Bauch, dunklen, oben lockigen und an den Seiten kurz geschnittenen Haaren. Zum Tatzeitpunkt habe er ein weißes Hemd und eine graue Hose getragen.
So können sich Betroffene schützen
Die Polizei rät, am Telefon grundsätzlich keine Angaben zum eigenen Vermögen zu machen und fremden Personen keinen Zugang zu Bargeld oder anderen Wertgegenständen zu geben. Wer unsicher ist, soll sich direkt an die Polizei oder an den eigenen Bankberater wenden.
Hinweise zum mutmaßlichen Täter oder zur Tat nimmt die Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 unter 0621 963-24250 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.