Eine große Fackel über dem BASF-Werksgelände hat am Samstagabend, 17. Oktober 2026, in Ludwigshafen und der Metropolregion Rhein-Neckar für Aufmerksamkeit gesorgt. Der intensive Feuerschein war nach den vorliegenden Informationen nicht nur in der Stadt, sondern auch auf der gegenüberliegenden Rheinseite in Mannheim sowie bis in den Odenwald und zur Haardt zu sehen.
Auslöser war eine technische Störung am Steamcracker im Werksteil Nord des BASF-Stammwerks. Gegen 17:45 Uhr kam es dem Bericht zufolge zu einer Betriebsunterbrechung. Die Sicherheitssysteme reagierten mit einer automatischen Abschaltung der Anlage. Überschüssige Gase wurden anschließend kontrolliert über eine Fackelanlage verbrannt.
Warum die Flamme so groß sichtbar ist
Beim kontrollierten Abfackeln kann eine besonders auffällige Flamme entstehen, die auch weit über das Werksgelände hinaus zu sehen ist. Vor allem in den Abendstunden fällt der Feuerschein am Himmel über Ludwigshafen deutlich auf. Die Fackelanlagen sind laut dem Bericht Bestandteil der Sicherheitseinrichtungen des Chemiewerks und dienen dazu, überschüssige Gase bei Betriebsstörungen oder beim Herunterfahren von Produktionsanlagen kontrolliert zu verbrennen.
Für Menschen in der Umgebung kann die Fackeltätigkeit dennoch wahrnehmbar sein. Möglich sind nach den vorliegenden Angaben zeitweise eine verstärkte Geräuschentwicklung und Rußbildung. Diese Begleiterscheinungen können beim kontrollierten Verbrennen überschüssiger Gase auftreten.
Flamme möglicherweise bis Mitte kommender Woche sichtbar
Die Folgen der technischen Störung werden voraussichtlich nicht am Samstagabend beendet sein. Nach bislang vorliegenden Angaben könnte die Fackeltätigkeit bis Mitte der kommenden Woche andauern. Die Flamme wäre damit auch in den folgenden Nächten über dem BASF-Werk in Ludwigshafen erkennbar.
BASF teilte nach Angaben des Berichts mit, dass von der Fackeltätigkeit keine Gefahr für die Anwohner ausgehe. Die zuständigen Behörden seien über die Betriebsunterbrechung informiert worden. Aktuelle Informationen stellt BASF demnach unter dem Angebot „Informationen zur Fackeltätigkeit“ bereit. Weitere Entwicklungen und mögliche Auswirkungen der Betriebsunterbrechung sollen nachberichtet werden.
Welche Funktion der Steamcracker hat
Der Steamcracker gehört zu den wichtigsten Produktionsanlagen am BASF-Standort Ludwigshafen. Dort wird Rohbenzin mithilfe von Wasserdampf bei etwa 850 Grad Celsius in chemische Grundstoffe aufgespalten. Zu den entstehenden Stoffen zählen Ethylen und Propylen. Sie werden unter anderem für die Herstellung von Kunststoffen, Lacken, Waschmitteln und weiteren Produkten benötigt.
Stand der vorliegenden Informationen: 17. Oktober 2026, 20:57 Uhr.