Auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen steht ein großes Infrastrukturprojekt bevor: Das Kombiverkehrsterminal soll modernisiert und ausgebaut werden. Für das Vorhaben sind Gesamtkosten von mehr als 100 Millionen Euro veranschlagt. Zum symbolischen Spatenstich am Montag wird Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) erwartet.
Im Mittelpunkt stehen drei neue Containerbrücken. Sie sollen vier ältere Containerkräne ersetzen, die nach Angaben von BASF inzwischen in die Jahre gekommen sind. Der Bund hat für das Projekt 51 Millionen Euro Fördermittel zugesagt. Damit soll der Umschlag am Terminal langfristig leistungsfähiger und moderner werden.
Terminal für BASF und externe Kunden
Das Kombiverkehrsterminal dient vor allem dem Umschlag chemischer Produkte. Über den Betreiber KTL werden dort täglich mehr als 1.000 Container und Tanks be- und entladen. Das Terminal arbeitet dabei nicht ausschließlich für BASF, sondern auch für externe Kunden.
Nach Angaben des Chemiekonzerns zählt die Anlage zu den größten und effizientesten Straße-Schiene-Umschlagterminals in Europa. Für den Wirtschafts- und Logistikstandort Ludwigshafen ist sie damit eine zentrale Schnittstelle zwischen dem Straßen- und dem Schienengüterverkehr.
- Fläche des Terminals: etwa 260.000 Quadratmeter
- Umschlaggleise: 13
- Portalkräne: 8
- Höhe der Portalkräne: rund 20 Meter
- Jährliche Kapazität: bis zu 500.000 Ladeeinheiten
Mehr Güterverkehr auf der Schiene als Ziel
Die acht Portalkräne überspannen das Terminal in einer Höhe von etwa 20 Metern. Mit den neuen Containerbrücken soll die technische Ausstattung erneuert werden, damit die Anlage ihre Bedeutung für den kombinierten Verkehr behalten kann.
Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, mehr Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern. BASF bezeichnet diesen Wechsel als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Konkrete Angaben zum Bauablauf oder zu einem Fertigstellungstermin nennt die vorliegende Meldung nicht.
Das Projekt reiht sich in weitere Nachrichten zum BASF-Standort Ludwigshafen ein. Zuletzt war bekannt geworden, dass der Konzern den geplanten Verkauf von 3.300 unternehmenseigenen Wohnungen aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt hat. Außerdem hob BASF nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Jahresziele an. Diese Entwicklungen werden in der Meldung als weitere Themen rund um den Ludwigshafener Chemiekonzern genannt, stehen aber nicht im Mittelpunkt des Terminalausbaus.