In Ludwigshafen hat BASF den Start eines umfangreichen Infrastrukturprojekts gefeiert: Beim symbolischen Spatenstich am 17. August 2026 begann der Konzern mit den Ausbau- und Ersatzarbeiten am Kombiverkehrsterminal (KVT). Die Anlage ist eine zentrale Drehscheibe für den kombinierten Verkehr von Straße und Schiene und soll in den kommenden Jahren modernisiert werden.

Für die Stadt und den Industriestandort ist das Vorhaben von besonderer Bedeutung. Das Terminal zählt laut der vorliegenden Meldung zu den größten Anlagen seiner Art in Europa. Die beiden ältesten Umschlagmodule werden durch eine moderne und leistungsfähigere Anlage ersetzt. Damit soll die Infrastruktur des Terminals langfristig erneuert werden.

Fertigstellung für 2028 vorgesehen

Der Bund unterstützt das Projekt bislang mit knapp 51 Millionen Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt nach Angaben von BASF im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Weitere Angaben zu einzelnen Bauabschnitten oder zu möglichen Einschränkungen während der Arbeiten enthält die Meldung nicht.

Bei der Feier waren zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft anwesend. BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Kamieth stellte die Verbindung zwischen moderner Infrastruktur und der Zukunft des Industriestandorts heraus. Er sagte: „Wer an die Zukunft des Industriestandorts Ludwigshafen glaubt, muss auch in seine Infrastruktur investieren. Mit dem Ausbau des Kombiverkehrsterminals und dank der Förderung des Bundes stärken wir nicht nur die Leistungsfähigkeit unserer Logistik, sondern schaffen wichtige Voraussetzungen dafür, dass Ludwigshafen auch künftig ein wettbewerbsfähiger und attraktiver Produktionsstandort im Herzen Europas bleibt. Dieses Projekt ist deshalb ein klares Bekenntnis zu Ludwigshafen.“

Mehr Güterverkehr auf der Schiene als Ziel

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger verwies bei dem Termin auf die Rolle moderner Terminals für die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene. „Moderne Terminals wie in Ludwigshafen sind eine Voraussetzung dafür, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. Mit der Förderung investieren wir in eine leistungsfähige Infrastruktur, die Wirtschaftswachstum ermöglicht und dem Klimaschutz zugutekommt. Das Projekt zeigt, dass Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiger Verkehr Hand in Hand gehen können“, sagte Bilger.

Auch das Land Rheinland-Pfalz sieht in dem Ausbau einen Beitrag zur besseren internationalen Anbindung. Markus Wolf, Staatssekretär im Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr, bezeichnete Rheinland-Pfalz als bedeutenden Logistikstandort im Herzen Europas. Der Ausbau verbessere die Anbindung der Unternehmen an internationale Märkte und unterstütze zugleich eine nachhaltigere Mobilität.

Für Ludwigshafen unterstrich Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner die regionale Bedeutung des Projekts. Das Kombiverkehrsterminal gehöre zu den Einrichtungen, die die Stadt als modernen Industrie- und Wirtschaftsstandort stärkten. Die Investition sei damit auch ein Signal für die Zukunftsfähigkeit des Standorts sowie für die Menschen, die in Ludwigshafen leben und arbeiten.