Über dem BASF-Standort in Ludwigshafen kann es in den kommenden Tagen weiterhin zu sichtbarem Feuerschein, Rußentwicklung und Lärmbelästigung kommen. Grund ist eine Betriebsunterbrechung im Steamcracker im Werksteil Nord, die am 17. Oktober 2026 gegen 17:45 Uhr nach einem technischen Defekt begann.
Nach Angaben der BASF reagierten die Sicherheitssysteme wie vorgesehen. Überschüssiges Gas wird deshalb über eine Fackel verbrannt. Die dabei entstehende Fackeltätigkeit kann laut Unternehmen noch bis Mitte der kommenden Woche andauern. Die zuständigen Behörden wurden informiert.
Was Anwohner jetzt wahrnehmen können
Für Menschen in Ludwigshafen bedeutet der Vorgang vor allem mögliche optische und akustische Beeinträchtigungen: Die Flamme kann sichtbar sein, außerdem sind Rußentwicklung und Lärm möglich. BASF bittet die Nachbarschaft um Verständnis.
Eine Übersicht über aktuelle Fackeltätigkeiten am Standort stellt das Unternehmen unter basf.com/fackel bereit. Für Rückfragen nennt die BASF-Pressestelle die rund um die Uhr erreichbare Telefonnummer +49 621 6061 12221.
Welche Aufgabe der Steamcracker hat
Der Steamcracker spaltet Rohbenzin unter Zugabe von Wasserdampf bei etwa 850 Grad Celsius auf. Dabei entstehen unter anderem Ethylen und Propylen. Diese Stoffe sind nach Angaben der BASF wichtige Grundprodukte für zahlreiche Produkte, die in Ludwigshafen hergestellt werden.
Aus Ethylen und Propylen werden unter anderem Kunststoffe, Lacke, Waschrohstoffe und Pflanzenschutzmittel produziert. Die BASF datiert ihre regionale Presseinformation auf den 17. Oktober 2026.