Am BASF-Kombiverkehrsterminal (KVT) in Ludwigshafen hat am 18. August 2026 die Modernisierung begonnen. BASF will zwei der ältesten Umschlagmodule durch eine moderne und leistungsfähigere Anlage ersetzen. Das Terminal soll dadurch auch während künftiger längerer Trockenperioden leistungsfähig bleiben und seine Kapazität vollständig ausschöpfen können.
Den Auftakt der Ausbau- und Ersatzarbeiten feierte BASF mit einem symbolischen Spatenstich und Gästen aus Politik und Wirtschaft. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2028 vorgesehen. Für den Industriestandort Ludwigshafen ist die Maßnahme vor allem deshalb relevant, weil das Terminal den Transport von Gütern zwischen Straße und Schiene ermöglicht.
Bund beteiligt sich mit knapp 51 Millionen Euro
Der Bund unterstützt die Modernisierung bislang mit knapp 51 Millionen Euro. BASF rechnet für das gesamte Vorhaben mit einem Investitionsvolumen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Das Unternehmen begründet den Ausbau mit der künftigen Bedeutung verlässlicher Transportwege für die Produktion.
Nach Angaben von BASF besteht das Risiko, dass die Produktion künftig gedrosselt werden muss, wenn innerhalb der Lieferkette keine schnelle Abnahme über verfügbare Transportwege gesichert ist. Das modernisierte Terminal soll deshalb dazu beitragen, die Logistik leistungsfähig zu halten und die Voraussetzungen für den Betrieb des Standorts zu verbessern.
KVT als zentrale Drehscheibe für Straße und Schiene
Das KVT Ludwigshafen zählt laut dem Bericht zu den größten Anlagen seiner Art in Europa. Es gilt als zentrale Drehscheibe für den kombinierten Verkehr von Straße und Schiene. Mit dem Ersatz der beiden ältesten Umschlagmodule soll die Anlage für die erwarteten Anforderungen in den kommenden Jahren vorbereitet werden.
BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Kamieth stellte den Ausbau in einen direkten Zusammenhang mit der Zukunft des Standorts. Er bezeichnete die Investition in die Infrastruktur als Voraussetzung dafür, Ludwigshafen als wettbewerbsfähigen Produktionsstandort im Herzen Europas zu erhalten.
„Wer an die Zukunft des Industriestandorts Ludwigshafen glaubt, muss auch in seine Infrastruktur investieren. Mit dem Ausbau des Kombiverkehrsterminals und dank der Förderung des Bundes stärken wir nicht nur die Leistungsfähigkeit unserer Logistik, sondern schaffen wichtige Voraussetzungen dafür, dass Ludwigshafen auch künftig ein wettbewerbsfähiger und attraktiver Produktionsstandort im Herzen Europas bleibt. Dieses Projekt ist deshalb ein klares Bekenntnis zu Ludwigshafen.“
Politik hebt Bedeutung für Schiene und Region hervor
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger betonte den Angaben zufolge, moderne Terminals seien eine Voraussetzung dafür, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. Das solle dem Klimaschutz zugutekommen und weiteres Wachstum ermöglichen.
Markus Wolf, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr, verwies auf die Bedeutung des Landes als Logistikstandort und auf eine bessere Anbindung an internationale Märkte.
Auch die Stadt Ludwigshafen misst dem Projekt regionale Bedeutung bei. Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner erklärte, das Kombiverkehrsterminal gehöre zu den Einrichtungen, die Ludwigshafen als modernen Industrie- und Wirtschaftsstandort stärkten. Die Investition sei ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit des Standorts und für die Menschen, die dort lebten und arbeiteten.
„Das Kombiverkehrsterminal gehört zu den Einrichtungen, die unsere Stadt als modernen Industrie- und Wirtschaftsstandort stark machen. Die Investition sendet ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts und für die Menschen, die hier leben und arbeiten.“
Für Anwohnerinnen und Anwohner wurden in dem Bericht keine konkreten Sperrungen, Baustellenfolgen oder Änderungen im öffentlichen Verkehr genannt. Als nächster fest genannter Meilenstein stehen der Beginn der Ausbau- und Ersatzarbeiten sowie die für 2028 geplante Fertigstellung im Mittelpunkt.