Die Explosion im BASF-Hafen in Ludwigshafen jährt sich zum zehnten Mal. Für mehrere Betroffene ist die Frage nach Schmerzensgeld jedoch erst nach Jahren abgeschlossen worden. Der Anwalt Jan Schabbeck, der mehrere Opfer vertrat, berichtet von langwierigen Verhandlungen und anhaltendem Leid.

Vergleich erst im Frühjahr abgeschlossen

Fünf Jahre nach der Explosion hatten Schabbecks Mandanten nach Angaben des Anwalts noch kein Schmerzensgeld erhalten. Inzwischen ist die Angelegenheit beendet: Der Vergleich wurde im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen.

Wie viel Geld die Betroffenen bekommen, bleibt allerdings offen. Über den Inhalt des Vergleichs vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Damit ist öffentlich nicht bekannt, welche Summen gezahlt wurden oder wie die einzelnen Fälle geregelt sind.

Rückblick auf die Explosion im BASF-Hafen

Das Unglück ereignete sich im Oktober 2016 auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen. Die damalige Explosionsserie und ihre Folgen beschäftigen die Betroffenen damit auch zehn Jahre später. Schabbeck vertrat mehrere Opfer und schildert die Zeit danach als geprägt von „zähe[n] Verhandlungen und unendliche[n] Leiden“.

Weitere Einzelheiten zu den Vereinbarungen zwischen den Betroffenen und den Verantwortlichen nennt der Bericht nicht. Fest steht damit nur: Die rechtliche und finanzielle Aufarbeitung der BASF-Katastrophe zog sich über Jahre hin und wurde erst im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen.