Ein orangefarbener Feuerschein über Ludwigshafen hat am Samstagabend, 17. Oktober 2026, viele Menschen in der Rhein-Neckar-Region und darüber hinaus beschäftigt. Auslöser war ein technischer Defekt an einem Steamcracker im Werksteil Nord der BASF. Das Ereignis trat nach Angaben des Unternehmens gegen 17:45 Uhr auf.
Als Reaktion darauf verbrannte BASF überschüssiges Gas über eine Fackel. Die Sicherheitssysteme hätten laut BASF wie vorgesehen reagiert. Das Abfackeln machte sich durch ein weithin sichtbares Feuer bemerkbar. Außerdem wurden Rußentwicklung und Lärm als mögliche Begleiterscheinungen beschrieben. Nach Angaben des Unternehmens kann die Fackeltätigkeit noch bis Mitte der kommenden Woche andauern. Die zuständigen Behörden wurden informiert.
Feuerschein bis zum Frankfurter Flughafen sichtbar
Das Leuchten war nicht auf Ludwigshafen beschränkt. Beobachtungen kamen aus Mannheim und Heidelberg sowie aus Walldorf. Auch Menschen im Donnersbergkreis, in Alsbach-Hähnlein, Seeheim-Jugenheim, Lampertheim-Hofheim, Bickenbach und Mannheim-Neckarau berichteten von dem auffälligen Himmel.
Selbst am Frankfurter Flughafen wurde der orangefarbene Schein wahrgenommen. Eine Leserin berichtete, sie und andere Menschen hätten sich am Terminal 3 über den ungewöhnlich gefärbten Nachthimmel gewundert. In Altlußheim, rund 30 Kilometer vom BASF-Werk entfernt, war nach dem Bericht zudem der Geruch der Fackeltätigkeit wahrnehmbar.
In sozialen Netzwerken und unter einem Facebook-Beitrag der BASF veröffentlichten zahlreiche Menschen Fotos und Videos. Auch bei der Redaktion von LUDWIGSHAFEN24 gingen Reaktionen ein. Viele Beobachter wussten zunächst nicht, woher die starke Lichtquelle am Himmel kam. Ein Leser aus Kirchheimbolanden schrieb, er habe lange überlegt, was die auffällige Lichtquelle in der Entfernung sein könnte, und habe durch den Bericht eine Erklärung gefunden.
Defekt fiel mit Jahrestag der BASF-Explosion zusammen
Der Vorfall ereignete sich an einem für den BASF-Standort besonderen Tag. Am Samstag jährte sich die BASF-Explosion zum zehnten Mal. Wenige Stunden vor dem technischen Defekt am Steamcracker fand auf dem BASF-Gelände eine Gedenkfeier statt.
Die vorliegenden Angaben beschreiben den technischen Defekt, die Reaktion der Sicherheitssysteme und die sichtbaren sowie wahrnehmbaren Folgen. Konkrete Messwerte oder eine ausführliche behördliche Bewertung möglicher Auswirkungen nennt die Quelle nicht. Als nächster zeitlicher Hinweis gilt daher die Unternehmensangabe, dass die Fackeltätigkeit bis Mitte der folgenden Woche andauern kann.