Axel Prahl ist beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen erstmals auf der Parkinsel zu Gast. Der Schauspieler, der einem breiten Publikum vor allem als Ermittler aus dem Münster-„Tatort“ bekannt ist, zeigt sich dort in einer völlig anderen Rolle.
Im KZ-Drama „Block 10“ spielt Prahl einen KZ-Arzt, der an jungen jüdischen Frauen bestialische Experimente vornimmt. Die Figur ist ein Täter aus der Zeit des Nationalsozialismus – ein Nazi, „wie er im Buche steht“.
Axel Prahl in einer ungewohnten Rolle
Der Auftritt beim Festival des deutschen Films steht damit in deutlichem Kontrast zu Prahls bekanntem Image als Teil des lustigen Münster-„Tatorts“. Der Schauspieler macht selbst darauf aufmerksam, dass Zuschauerinnen und Zuschauer, die ihn aus dieser Rolle kennen, von „Block 10“ möglicherweise überrascht sein werden.
Das Drama verlangt dem Publikum nach der Beschreibung des Schauspielers viel ab. Prahl bezeichnet den Film als einen, den man „aushalten muss“. Seine Rolle sei so angelegt, dass sie einem „das Blut in den Adern gefrieren lässt“.
Festival in Ludwigshafen
Der Besuch Prahls ist Teil des Festivalprogramms auf der Parkinsel. Die Veranstaltung widmet sich mit „Block 10“ einem KZ-Drama und einer besonders belastenden historischen Thematik. Weitere im Zusammenhang mit dem Festival genannte Beiträge befassen sich unter anderem mit dem Verhältnis von Volker Schlöndorff zu Ernst Bloch, dem Erinnern an Vergessenes sowie dem Kinderfilmpreis „Goldener Nils“ für „Checker Tobi“.
Prahl ist damit in Ludwigshafen nicht in seiner vertrauten komödiantischen „Tatort“-Rolle zu erleben, sondern als Darsteller einer erschütternden Täterfigur in einem historischen Drama.