Wie sah Ludwigshafen elf Jahre nach dem Krieg aus? Eine Ausstellung in der Friedenskirche führt Besucher zurück in das Jahr 1956. Das Stadtmuseum zeigt dort Bilder aus einer Zeit, in der sich die Stadt am Rhein sichtbar veränderte und viele Themen den Alltag prägten.

Anlass für die Schau ist der 70. Jahrestag der Wiedereröffnung der Friedenskirche. Unter dem Titel „Ludwigshafen im Jahr 1956 – eine Stadt am Puls der Zeit“ stellt das Stadtmuseum historische Aufnahmen zusammen. Die Ausstellung richtet den Blick damit auf ein konkretes Jahr der Ludwigshafener Stadtgeschichte – und darauf, was elf Jahre nach dem Ende des Krieges in der Stadt geschah.

Wohnraum war schon 1956 ein großes Thema

Ein Motiv macht deutlich, wie aktuell manche Fragen der Stadt bis heute wirken: Zu sehen ist der Blick in eine GAG-Musterwohnung aus dem Jahr 1956. Wohnraum beschäftigte die Menschen bereits damals. Die Aufnahme dokumentiert, wie die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG ihre Vorstellungen vom Wohnen präsentierte.

Die historischen Bilder bringen außerdem bekannte Persönlichkeiten zurück in die öffentliche Erinnerung. Besucher können Berühmtheiten aus der damaligen Zeit auf den Aufnahmen (wieder) begegnen.

Stadtgeschichte als „Zeitreise in Dauerschleife“

Der Ausstellungstitel greift eine Publikation auf, die die Stadt Ludwigshafen zwischen 1954 und 1966 jährlich herausgab: „Der Pulsschlag einer Stadt“. Regina Heilmann, Leiterin des Stadtmuseums, verweist darauf, dass elf Jahre nach Kriegsende in Ludwigshafen sehr viel passiert sei.

Die Ausstellung verbindet damit Alltagsgeschichte, Stadtentwicklung und Erinnerungen an die Nachkriegszeit. Für Besucher der Friedenskirche entsteht eine bildliche Zeitreise durch Ludwigshafen im Jahr 1956.