Der FC Arminia Ludwigshafen hat in der Verbandsliga ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den Neuling SV Büchelberg gewann der Oberliga-Absteiger mit 5:0 (0:0) und feierte damit seinen bisher höchsten Saisonsieg. Gleichzeitig gab es einen Wermutstropfen: Stürmer Leotrim Berisha verletzte sich nach gut einer halben Stunde in einem Zweikampf schwer am Knie.
Wie schwer die Verletzung ist, sollte eine Untersuchung am Montag klären. „Das sieht nicht gut aus. Nach der Untersuchung am Montag wissen wir mehr“, sagte Arminia-Trainer Patrick Wolf mit sorgenvollem Blick.
Arminia zunächst ohne Durchschlagskraft
In der ersten Halbzeit tat sich Ludwigshafen schwer, das Spiel in klare Chancen umzumünzen. Die Gastgeber agierten laut Spielbericht mit zu wenig Tempo und Biss und kamen bis zur Pause lediglich zu zwei Möglichkeiten. Beide Male scheiterte Berisha an Büchelbergs Torwart Björn Herzig: In der 18. Minute nach einem Freistoß von Linus Gamer und einer Kopfballablage von Luis Moog, sieben Minuten später erneut nach Gamers Vorlage.
Die gefährlicheren Szenen gehörten zunächst sogar den Gästen. Lucas Palau hatte in der 17. Minute eine Chance, Mathieu Lehmann scheiterte in der 31. Minute nach Zuspiel von Palau. Büchelberg konnte daraus jedoch keinen Treffer machen.
Fünf Tore nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel trat Arminia deutlich zielstrebiger auf. Der eingewechselte Luca Krämer wurde dabei zum entscheidenden Faktor: Er war an vier der fünf Treffer beteiligt. In der 47. Minute nutzte Krämer einen zu kurz abgewehrten Schuss von Philip Krischa und erzielte das 1:0 aus kurzer Distanz.
Nur fünf Minuten später erhöhte Luis Moog auf 2:0. Marc Ehmann hatte mit einem Steilpass Krämer eingesetzt, dessen uneigennütziger Querpass Moog nur noch über die Linie drücken musste. Büchelberg kam nach der Pause lediglich noch zu einer guten Gelegenheit: Trey Hlywka schoss den Ball nach einer Ecke aus wenigen Metern über das Tor.
Das 3:0 fiel in der 64. Minute. Talha Baylan vollendete einen Pass von Gamer. „Linus kann mit seinen kurzen Drehungen ein Unterschiedsspieler sein, vor allem dann, wenn er die Akzente näher am gegnerischen Tor setzt“, sagte Wolf über den Mittelfeldspieler.
Zwei Minuten später war Moog erneut zur Stelle. Nach einer Flanke von Julian Malburg wehrte Herzig Krämers Schuss ab, Moog verwertete den Nachschuss zum 4:0. Den Schlusspunkt setzte Gamer in der 81. Minute mit einem Lupfer nach Zuspiel von Krämer.
Drittes Spiel ohne Gegentor und Debüts
Für Arminia war es zugleich das dritte Spiel in Serie ohne Gegentor. Innenverteidiger Mahdi Sati hob die Mannschaftsleistung und die größere Dynamik nach der Pause hervor. Der 21-Jährige formulierte zudem den Aufstieg als Ziel.
In der Schlussphase brachte Wolf mit Joel Ampadu sowie Nico Dittrich und Barbaros Aydin drei Spieler aus dem Reserveteam. Für das Trio war es die Premiere in der Verbandsliga.