Bevor die Gartenstadt angelegt wurde, stand auf ihrem späteren Gebiet nur ein einziges Haus. Der „Nußhof“ entstand im Frühjahr 1900 und wurde zu einem frühen Zeugnis der Entwicklung des Ludwigshafener Stadtteils.
Ein Haus auf freiem Ackerland
Das erste Gebäude auf dem Gebiet der Gartenstadt gehörte einem Mannheimer. Es stand an der langen Straße zwischen Mundenheim und Maudach, wo sich zu dieser Zeit noch braches Ackerland befand.
Initiator war Adolf Köhler, ein Lederhändler und gebürtiger Pfälzer. Ihn zog es nach Angaben der Quelle zurück auf die linke Rheinseite. Bereits zuvor hatte er den Wunsch, sein Geschäft in die Pfalz zu verlegen. Als sich 1899 eine Gelegenheit ergab, griff Köhler schließlich zu.
Wohnhaus, Geschäft und Polizeistation
Der „Nußhof“ blieb nicht nur Wohnhaus. Ab 1900 diente das Gebäude auch als Ledergeschäft und Polizeistation. Damit verband sich an diesem Ort privates Wohnen, Gewerbe und eine öffentliche Funktion.
Heute erinnert die Geschichte des Hauses daran, dass die Gartenstadt nicht von Anfang an ein bebauter Stadtteil war. Ihrer Entstehung ging zunächst ein einzelnes Gebäude voraus, das später mehrere Aufgaben übernahm und so ein Stück Stadtgeschichte schrieb.