Ludwigshafen kommt im ADAC-Monitor 2026 nur auf den vorletzten Platz. Von 29 untersuchten mittelgroßen Städten schnitt lediglich Oberhausen noch schlechter ab. Im Gesamtindex erreicht Ludwigshafen eine Punktzahl von 0 – im vorherigen Monitor aus dem Jahr 2021 waren es noch 14 Punkte.
Der Automobilclub hatte im Juni 2026 bundesweit mehr als 11.600 Menschen befragt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Bürgerinnen und Bürger die Qualität der Wege bewerten, die sie regelmäßig in ihrer Stadt zurücklegen. Untersucht wurden vier Verkehrsarten: Auto, öffentlicher Personennahverkehr, Fahrrad und Fußverkehr.
Besonders Autofahrer unzufrieden
Die Bewertung fällt in Ludwigshafen über alle Bereiche hinweg schlechter aus als bei der vorherigen Untersuchung. Besonders kritisch beurteilen Autofahrer die Verkehrssituation. Als Hintergrund werden die seit Jahren prägenden Großbaustellen und Brückensperrungen genannt.
Der Pkw-Index sank von rund minus 4 auf minus 20 Punkte. Auch der öffentliche Personennahverkehr verlor deutlich: Sein Wert ging von rund plus 22 auf plus 10 Punkte zurück. Beim Fahrrad sank der Index von rund plus 16 auf plus 3 Punkte.
Auch Fußverkehr deutlich schlechter bewertet
Der Fußverkehr bildet keine Ausnahme. Hier erreicht Ludwigshafen im Monitor 2026 nur noch rund plus 7 Punkte. In der Vorgängeruntersuchung waren es noch rund plus 23 Punkte.
Der ADAC stellt den Index in einer Bandbreite zwischen plus 100 und minus 100 dar. Ein Wert von 0 bedeutet, dass der Anteil zufriedener und unzufriedener Befragter gleich groß ist. Das Ergebnis für Ludwigshafen weist damit auf ein ausgeglichenes Verhältnis im Gesamtindex hin, fällt im Vergleich zu 2021 aber deutlich schlechter aus.
Shabnam Ullrich, Referentin Verkehr und Technik des ADAC Pfalz, bezeichnete das Ergebnis als ernüchternd. Sie erklärte: „Das Ergebnis für Ludwigshafen ist ernüchternd. Entscheidend ist dabei nicht allein der vorletzte Platz im Ranking. Schwerer wiegt, dass die Zufriedenheit gegenüber der vorherigen Untersuchung bei allen vier untersuchten Verkehrsarten zurückgegangen ist“.
Aus Sicht des ADAC sollten die Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ullrich sagte: „Mobilität in einer Stadt funktioniert nur dann gut, wenn die unterschiedlichen Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern für Autofahrer, ÖPNV-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen verlässliche und sichere Angebote bestehen.“
Der Monitor liefert damit eine Momentaufnahme der von Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommenen Mobilität in Ludwigshafen. Eine Rangfolge der Städte sowie die Einzelwerte für die vier Verkehrsarten machen sichtbar, in welchen Bereichen sich die Zufriedenheit seit der Untersuchung von 2021 verändert hat.